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Dieser Kurs vermittelt ein vertieftes und aktuelles Verständnis von abdominalen und pelvinen Schmerzen bei Frauen und integriert dabei neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und den klinischen osteopathischen Ansatz. Er soll Osteopathen die notwendigen Werkzeuge an die Hand geben, um diese Patientinnen aus einer ganzheitlichen und multidimensionalen Perspektive besser zu verstehen, zu beurteilen und zu begleiten.

1. Unterleibsschmerzen

Der Kurs beginnt mit den wesentlichen Grundlagen: Definitionen, Statistiken, häufige Symptome und beitragende Faktoren. Die verschiedenen möglichen Ursachen und Diagnosen werden ebenso behandelt wie die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Diagnose und Behandlung dieser oft komplexen und multifaktoriellen Schmerzen.

Besonderes Augenmerk wird auf den biopsychosozialen Ansatz gelegt, der für die Behandlung von chronischen Schmerzen unerlässlich ist.

2. Auswirkungen chronischer Schmerzen auf das Nervensystem

In diesem Abschnitt werden die Rolle des Schmerzes und die Funktionsweise des Nervensystems untersucht. Dabei werden die Mechanismen der zentralen und peripheren Sensibilisierung sowie die mit chronischen Schmerzen verbundenen neurophysiologischen Veränderungen beleuchtet.

Die Teilnehmer lernen, die Anzeichen eines sensibilisierten Nervensystems zu erkennen und entdecken osteopathische Instrumente, die auf die Regulation des vegetativen Nervensystems und die Modulation von Schmerzen abzielen.

3. Das „Teufelstrio”

Drei in der Klinik häufig anzutreffende Erkrankungen werden eingehend untersucht:

  • Endometriose
  • Schmerzhafte Blase
  • Pudendusneuralgie

Der Kurs beleuchtet ihre Mechanismen, ihre möglichen Wechselwirkungen und ihre funktionellen Auswirkungen sowie die Besonderheiten ihrer osteopathischen Behandlung.

4. Osteopathische Begleitung

Dieser Teil konzentriert sich auf die klinische Praxis:

  • Bedeutung der therapeutischen Aufklärung und der Selbstermächtigung der Patientin
  • Häufige klinische Beobachtungen in der Praxis
  • Häufige Fehler bei der Nachsorge
  • Bedeutung der interprofessionellen Zusammenarbeit
  • Erstellung eines individuellen Therapieplans

Der Schwerpunkt liegt auf einer schrittweisen Behandlung, die das Nervensystem schont und an die individuelle Situation jeder Frau angepasst ist.

5. Klinische Fälle und praktisches Instrumentarium

Anhand von klinischen Fällen können die Lerninhalte integriert und ein echtes therapeutisches Instrumentarium aufgebaut werden, das Folgendes umfasst:

  • ILU-Massage
  • Atemtechniken
  • Arbeit mit Triggerpunkten (Bauch, Becken, Beckenboden, untere Gliedmaßen)
  • Etc.

Vermittlung spezifischer osteopathischer Techniken

Ergänzend zu den theoretischen Grundlagen werden im Laufe der Ausbildung mehrere spezifische osteopathische Techniken demonstriert und praktiziert. Ziel ist es, den Teilnehmern zu ermöglichen, konkret angepasste Ansätze für abdomino-pelvine Schmerzen zu integrieren, wobei die Gewebesensibilität, der Zustand des Nervensystems und die klinische Komplexität dieser Patientinnen berücksichtigt werden. Die vermittelten Techniken zielen darauf ab, die Gewebemobilität, die neurovegetative Regulation, die Verringerung der Sensibilisierung und die Verbesserung der Gesamtfunktion zu unterstützen.

Ziel des Kurses

Dem Osteopathen einen integrativen, neurophysiologisch fundierten und patientenzentrierten Ansatz zu vermitteln, um die Beurteilung, das Verständnis und die Behandlung von abdominalen und pelvinen Schmerzen bei Frauen zu verbessern.


Zugangsvoraussetzung: Osteopathieausbildung (mind. 4 Jahre)

Kurssprache: Französisch mit deutscher Übersetzung

Kursgebühr: 396 €








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